fernte er sich mit etwas weniger Umständen, als der Gebraucherfordert. Der König blickte ihm einigermaßen verwundertüber diesen Mangel an Lebensart nach, schrieb ihn aber derErziehung zu, welche der Besucher auf seiner Insel erhalten,und fing dann wieder an, auf seiner Bratsche zu klimpern.
„Der alte Narr!" sagte Arthur; „seine Tochter ist ent-thront, seine Besitzungen zerfallen in Stücke, seine Familieist dem Erlöschen nahe, sein Enkel wird von einem Versteckjn'S andere getrieben, und ist aus dem Erbtheil fiiner Mutterverjagt, — und er kann in solchen Lappereien Unterhaltungfinden! Ich stellte mir ihn wegen seines langen, weißen BartSvor wie Nikolaus Bonstekten; aber der alte Schweizer ist einSalomo im Vergleich mit ihm."
Während diese und andere für König Reim' keineswegsgünstige Gedanken Arthur'n durch den Kopf gingen, erreichteer den Ort der Zusammenkunft und fand Thiebold unter demdampfenden Springbrunnen. ' Dieser wurde durch eine derheißen Quellen getrieben, welche in früheren Zeiten das Ent-zücken der Römer gewesen sind. Thiebold versicherte seinenHerrn, sein Gefolge, Roß und Mann sei so untergebracht,daß es bei'm ersten Zeichen zu seinen Diensten stehe und wargleich bereit, ihn zu König Renö's Palast zu führen. Derletztere verdiente durch seine Eigenheit und die Schönheit derBauart alles Lob, welches der alte Monarch über ihn aus-gesprochen. Die Vorderseite bestand aus drei Thürmen inrömischem Styl. Zwei davon standen an den Ecken desPalastes und der dritte, der als Grabmal diente, bildeteebenfalls einen Theil der Gruppe, stand aber etwas von denanderen Gebäuden ab. Er war in schönen Verhältnissen auf-geführt. Der untere Theil desselben, ein Viereck, diente alsGestell für den oberen, kreisförmigen und mit Säulen von