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18 (1851) Anna von Geierstein
Entstehung
Seite
142
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schon lange die Ansprüche aufgegeben, welche die edelsten undwackersten ihrer Anhänger in Ströme von Blut gestürzt haben."

Der König schien mehr sagen zu wollen, hielt aber inne.

Geh' in meinen Palast," fügte er hinzu;frage nachdem Haushofmeister Hugo von Saint Cyr, er wird dir sagen,wie du zu Margarethen kommen kannst d. h. wenn steLust hat, dich zu sehen. Wenn nicht, guter, englischer Jüng-ling, so kehre in meinen Palast zurück und du sollst gast-freundlich bewirthet werden; denn ein König, der ein Lieb-haber der Minstrels, der Musik und Malerei ist, kann nichtgleichgültig sein gegen die Forderungen der Ehre, Tugendund Treue. Ich lese in deinen Augen, daß du alle dieseEigenschaften besitzest und glaube gerne, daß du in ruhigerenZeitläuften darnach streben würdest, die Ehren der fröhlichenWissenschaft zu theilen. Wenn du aber Sinn und ein Herzhast für Schönheit und schöne Verhältnisse, so wird es bei'mersten Anblick meines Palastes Hüpfen. Denn die erhabeneAnmuth desselben läßt sich mit der fehlerfreien Gestalt einer-hochgeborenen Dame, oder mit der kunstreichen, aber schein-bar einfachen Durchführung des Tonstücks vergleichen, welcheswir eben jetzt zu Stande gebracht haben."

Der König schien geneigt, sein Instrument zu ergreifenund den jungen Mann mit einer Probe der Weise zu be-glücken, die er eben verfertigt; aber Arthur erfuhr in diesemAugenblick das peinliche Gefühl der besonderen Art vonSchaam, welches feinfühlende Gemüther ergreift, wenn stesehen, daß sich Andere eine große Wichtigkeit anmaßen undsich darauf verlassen, ste werden Bewunderung erregen, wäh-rend ste sich in Wirklichkeit blos lächerlich machen. Arthurverabschiedete sich kurz und schämte sich herzlich für den Königvon Neapel, beider Sicilien und Jerusalem. Vielleicht ent-