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18 (1851) Anna von Geierstein
Entstehung
Seite
141
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und Sprache und stehen deshalb weit unter den geregeltenDichlunaen unserer Troubadours, aber doch liegt etwas inihrem gewaltigen und ungeschlachten Versmaß, welches dannund wann das Herz erregt, wie der Schall einer Trompete."

Ich habe die Wahrheit dessen gesuhlt, was Euer Gna-den bemerken, als ich auf die Gesänge meiner Heimathhorchte;" sagte Arthur;aber ich bin weder geschickt nochkühn genug, Las nachzuahmen, was ich bewundere ich habemich zuletzt in Italien aufgehalten."

So verstehet Ihr vielleicht etwas von Malerei," sagteNene;eine Kunst, welche sich an's Auge wendet, wie Dicht-kunst und Munk an's Ohr; sie wird von uns kaum wenigerhoch geschätzt. Wenn Ihr in der Kunst geschickt seid, so habtIhr einen Fürsten gefunden der sie liebt, und das schöne Land,in welchem man sie ausübt."

^Ich bin, Euer Gnaden, um es kurz z» sagen, ein Eng-länder und meine Hand ist bei Führung des BogenS, derLanze und des Schwerts zu hart geworden, um die Harfespielen oder den Pinsel führen zu können."

Ein Engländer!" sagte Neue, und die Wärme seinesWillkomm'ü ließ bedeutend nach;und was bringt Euchhierher? England und ich sind seit langer Zeit schlechteFreunde gewesen."

Gerade deswegen bin ich hier," entgegnete Arthur.Ich komme um Euer Gnaden Tochter, der Prinzessin Mar-garethe von Anjou meine Huldigung darzubringen. Ich undmancher ächte Engländer betrachten sie noch als unsere Köni-gin, obgleich Verräther sich ihren Titel angemaßt haben."

Ach, guter Jüngling," sagte Nenö;ich muß Euch be-dauern, wenn ich auch Eure Anhänglichkeit und Treue achte.Wäre meine Tochter meines Sinnes gewesen, so hätte sie