Druckschrift 
18 (1851) Anna von Geierstein
Entstehung
Seite
140
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Dem Engländer blieb nichts übrig, als zu folgen, doch erwoger einige Zeit, wie er sich gegen ein so sonderbares Mustervon einem König betragen sollte.

Als er naher kam, wandte sich König Rem': in höflichemUnd würdigem Tone an ihn, und Arthur's Ehrfurcht in seinerunmittelbaren Gegenwart war größer, als er nach seinenfrüheren Vorstellungen von dem König hatte vermuthen können.

Ihr seid, wie es scheint, ein Fremder, schöner Herr,"sagte König Rene,in diesem Lande. Wie müssen wir Euchnennen und welchem Geschäft haben wir das Glück zuzu-schreiben, daß wir Euch an unserem Hofe sehen?"

Arthur schwieg einen Augenblick und der gute, alte Mann,der solches der Ehrerbietung und Furchtsamkeit beimaß, fuhrin ermuthigtem Tone fort:

Die Bescheidenheit in der Jugend ist immer empfehlens-wert!); Ihr seid wahrscheinlich eingeweiht in die edle undfröhliche Kunst der Mmstrels und in die Musik, und hicker-gezogcn worden, durch die bereitwillige Aufnahme, welchewir denen gewähren, die sich z» diesen Wissenschaften beken-nen. Wir selbst gepriesen sei die Mutter Gottes und dieHeiligen! leisten, wie man sagt, einiges hierin."

Ich trachte nicht nach der Ehre, ein Troubadour zu sein,"antwortete Arthur.

Ich glaube Euch," erwiederte der König,denn EureSprache hat etwas vom Norden oder dem normännisch-fran-zösischen an sich, wie man es in England und bei anderennicht verfeinerten Völkern spricht- Aber Ihr seid vielleichtein Minstrel aus den Gegenden jenseits der Berge. Seidversichert, wir verachten ihre Leistungen nicht; denn wir habennicht ohne Vergnügen und Belehrung viele von ihren kühnenund wilden Romanzen angehört. Sie sind roh nach Entwurf