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18 (1851) Anna von Geierstein
Entstehung
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er wieder aus, was er geschrieben und warf i» einer Art vonVerzweiflung den Bleistift weg. Dieser wurde, wenn solchesvorkam, sorgfältig von einem schönen Pagen, seinem einzi-gen Begleiter, aufgehoben, der ehrerbietig die erste passendeGelegenheit abwartete, um ihn wieder den königlichen Hän-den zu übergeben. Der Jüngling trug auch eine Bratsche,auf welcher er nach einem Zeichen seines Herrn dann undwann ein paar Töne hervorbrachte. Der König horchtedarauf bald mit freundlicher und zufriedener Miene, bald mitfinsterer und trauriger Stirne. Manchmal steigerte sich seineBegeisterung so sehr, Laß er mit einer für sein Alter über-raschenden Beweglichkeit hüpfte und sprang; dann verlang-samten sich wieder seine Bewegungen und oft stand er plötz-lich still, wie wenn er in'S tiefste und unruhigste Sinnenvertieft wäre. Wenn er zufällig auf die Gruppe sah, diealle seine Geberden bewachte, und es sogar wagte, ihn miteinem BeifallSgemurmel zu grüßen, so geschah es blos, umihnen mit einem freundlichen und wohlwollenden Kopfnickenzu danken. Mit diesem Gruß verfehlte er auch nicht, dieEhrenbezeugungen der gewöhnlichen Vorübergehenden zu er-wiedern, wen» seine ernstliche Aufmerksamkeit auf sein Ge-schäft, worin eS nun auch bestehen mochte, ihm «erstattete,sie zu bemerken.

Endlich fiel das Auge des Königs auf Arthur, den seinestill beobachtende Stellung und die ausgezeichnete Gestalt alseinen Fremden erkennen ließen. Renö winkte seinem Pagenund flüsterte ihm etwas zu. Als dieser seines Herrn Befehleempfangen, stieg er von dem königlichen Kamin herunter aufdie breitere Bettung unten, auf welche Jedermann Zutritthatte. Der junge Mensch redete Arthur mit vieler Höflichkeitan und theilte ihm mit, der König wünschte ihn zu sprechen.