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18 (1851) Anna von Geierstein
Entstehung
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an's Gezierte streifte. Der Schäfer, welcher des Morgensauszog, blies seiner Heerde beim Gang auf die Weide, buch-stäblich genommen, ein Liebeslied, das Werk irgend einesverliebten Troubadours; und seine wolligen Pfleglinge schienenwirklich nicht gleichgültig gegen seine Mustk; sie waren nichtso ungeschlacht und unempfindlich gegen seine Melodie, wieeS in kälteren Gegenden der Fall ist. Arthur nahm auchwahr, daß die Provencalischen Schaafe statt vor dem ZchäferHergetrieben zu werden, ihm ordemlich folgten und nicht aus-einanderliefen, um zu fressen, bis der Hirt sich umkehrte,stehen blieb, Variationen über das gespielte Lied ausführleund sie zu erinnern schien, daß es jetzt am Platz sei, demFutter nachzugchen. So lange der Hirte weiter ging, folgteein ungeheurer Hund von einer Art, die zum Kampf mitWolfen abgerichtet und von Len Schaafe» als ihr Beschützergeachtet, nicht aber als ihr Tyrann gefürchtet ist, seinemHerrn. Er spitzte, als wäre er der erste und hauptsächlichsteRichter über die Ausführung des Stücks, bei gewissen Tonendie Ohren und unterließ selten, seine Unzufriedenheit darüberzu erkennen zu geben. Die Heerde zog, wie die meistenMensche», die etwas hören, mit einstimmigem aber schwei-gendem Beifall hinterdrein. Um die Mittagsstunde vermehrtesich die Zuhörerschaft des Schäfers manchmal mil einer an-ständigen alten Frau oder einem blühenden Mädchen, mitder er an einer Quelle, wie die oben beschriebene, seine Zu-sammenkunft hielt und welche der Schalmei des Gatten oderGeliebten horchte, oder ihre Stimme mit der seinigen zueinem Doppelgcsang verband, von welchen, die Lieder derTroubadours so viele Beispiele hinterlassen halten. In derKühle des AbendS gab der Tanz auf den, Dorfrasen oderein Tonspiel vor der Thüre der Hütte, das kleine Mahl au-