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Neffe, Ludwig von Frankreich, und sein Vetter, der Herzogvon Burgund, insgeheim miteinander im Streit lägen, werihm in dem Theil der Provence Nachfolgen sollte, den er nochbesaß, und daß blos ihre gegenseitige Eifersucht sie abhielte,ihm den letzten Rest seines Gebietes zu rauben. Doch hieltNene mitten in all' dieser Noth Schmausereien, empfingGäste, tanzte, sang, machte Verse, handhabte Pinsel oderBleistift mit ungewöhnlicher Geschicklichkeit, entwarf Planezu Festlichkeiten und feierlichen Auszügen und leitete sie selbst.Dabei strebte er, die Lust und gute Laune so weit als mög-lich auch auf seine Unterlhanen zu verbreiten, wenn er auchihr äußeres Glück nicht auf die Dauer zu vermehren imStande war. Sie nannten ihn dafür auch nie anders alsden guten König Renö, eine Auszeichnung, die ihm bis aufden heutigen Tag geblieben ist, und die er gewiß durch dieEigenschaften seines Herzens, wenn auch nicht durch die desKopfes, verdient hat.
Während Arthur von seinem Führer einen umständlichenBericht über Alles erhielt, was den König Rens betraf, ge-langten sie ans die Besitzungen dieses fröhlichen Monarchen.Es war spät im Herbst und um die Zeit, da die südöstlichenGegenden von Frankreich sich weniger vortheilhaft ausnahmen.Die Blätter des Olivenbaums sind dann abgestorben undwelk und da dieser in der Landschaft am häufigsten vorkommtund dem ausgedörrten Boden gleichsieht, so bekommt dasGanze dadurch einen aschenhaften und dürren Anstrich. In-dessen gab eS in den bergigten und von Hirten bewohntenLandestheilen Ansichten, bei denen die Menge von Immer-grün daS Auge selbst in dieser todten Jahreszeit erfrischte.
Das Aussehen des Landes im Allgemeinen hatte vielBesonderes an sich.