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18 (1851) Anna von Geierstein
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beben würden, zu Ausübung desselben unter dem Gewändeder Tugend eiugeleitet"

Ihr müßt wissen, Signore," antwortete Thiebold,daßdieses Lied von Gabestaing und der Dame Margarethe vonRoussillon für ein Meisterstück in der fröhlichen Kunst gilt.Pfui, Herr, Ihr seid zu jung, um ein so strenger Sittenrich-ter zu sein. Was wollt Ihr denn thun, wenn Euer Haargrau ist, da Ihr jetzt schon so ernst seid, während eS kaumbraun geworden?"

Ein Haupt, das in der Jugend auf Thorheiten horcht,wird im Alter nicht groß geehrt sein," erwiederte Arthur.

Thiebold hatte nicht Lust, den Streit weiter fortzusetzen.

Es steht mir nickt an, mit Euer Ehren zu rechten. Ichdenke blvs mit jedem ächten Sohn des Ritterthums und Ge-sangs, daß ein Ritter ohne Geliebte einem sterncnlosen Him-mel gkicht."

Weiß ich das vielleicht nicht?" versetzte Arthur;aberdoch ist es besser in Dunkelheit zu bleiben, als von solch fal-schen Lichtern geführt zu werden, die uns in Laster und Seu-chen stürzen."

Es mag sein, daß Ihr Recht habt, Herr," erwiederteder Führer.Gewiß ist, daß wir selbst in der Provence vielvon unserem scharfen Urtheil über Sachen der Liebe, überihre Schwierigkeiten, Verwickelungen und Jrrthümer verlorenhaben, seit die Troubadours nicht mehr im alten Ansehenstehen und der hohe und edle Minnehof seine Sitzungen z»halten aufgehört hat."

Aber in neueren Zeiten," fuhr der Provencale fort,sind Könige, Herzoge und Fürsten nicht mehr die ersten undgetreuesten Vasallen des Minnehofs, sondern Sklaven der