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Ehemann erhielt Beweise von seiner Schande und ermordeteGabestaing meuchlerisch. Darauf nahm er ihm das Herz auSder Brust, ließ es wie das eines Thieres zurichten und seinerGemahlin auftrage». Als sie das schreckliche Mahl genossen,sagte er ihr, aus was es bestanden. Die Dame erwiederte,daß keine gröbere Nahrung über ihre Lippen kommen sollte,nachdem sie so köstliche Speise zu sich genommen; sie beharrteauch auf ihrem Entschluß und tödtete sich auf diese Art selbstdurch Hunger. Der Troubadour, der diese traurige Geschichtebearbeitet, hatte dabei ziemlich viel dichterischen Geist ent-wickelt. Den Fehltritt der Liebenden schrieb er dem Verhäng-niß zu, ihr klägliches Geschick schilderte er mit besondrer Leb-haftigkeit, verwünschte zum Schluß die blinde Wuth des Gat-ten mit allem Feuer dichterischen Zorns und sprach mit rach-süchtiger Lust davon, wie jeder tapfere Ritter und treue Lie-bende im südlichen Frankreich des Freiherrn Burg berennenhalf, wie sie dieselbe mit gewaffneter Faust erstürmten, keinenStein davon auf dem andern ließen und den Tyrannen selbsteinem schimpflichen Tode übergaben. Arthur ward angezogcnvon der traurigen Erzählung, die ihm sogar ein paar Thrä-nen ablockte; bei weiterem Nachdenken über den Inhalt der-selben trocknete er aber seine Augen und sagte mit einigemErnst: — „Thiebold, sing mir keine solche Lieder mehr. Ichhabe von meinem Vater sagen gehört, daß die leicbteste Arteinen Christen zu verderben, die ist, wenn man dem Lasterdas Mitleid und Lob zollt, welches nur die Tugend verdient.Dein Freiherr von Roussillon ist ein Ungeheuer von Grau-samkeit; aber deine unglücklichen Liebenden waren nicht we-niger schuldig. Wenn man schlechten Handlungen schöne Na-men gibt, so werden die, welche von dem nackten Laster zurück-