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18 (1851) Anna von Geierstein
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auch die Geschichte der Thate» zu Gebote, welche die edelnBarone, die jetzigen oder früheren Eigenthümer der Schlösserverrichtet. Er konnte von ihren Zügen gegen die Sarazenenerzählen, wie sie die Angriffe derselben auf die Christenheitzurück getrieben und wie sie sich bemüht batten, das heiligeGrab den Händen der Heiden zu entreißen. Im Verlaufsolcher Berichte kam Thwbold auf die Troubadours zu spre-chen; eine Art von Dichtern provencalischen Ursprungs, diesich völlig von den Minstrels der Normandie und der angrän-zenden französischen Provinzen unterschieden. Die Ritterge-schichten der letzteren und die zahlreichen Uebertragungen ihrerArbeiten in die normännisch-französische und englische Sprachewaren Arthur'», wie den meisten adeligen Jünglingen seinesVaterlandes völlig bekannt. Thiebold rühmte, daß sein Groß-vater, zwar von niedriger Geburt, aber von ausgezeichnetenAnlagen einer aus diesen vom Himmel begünstigten Sängerngewesen sei, deren Lieder auf die Verhältnisse und Sittenihres Zeitalters und Landes einen so großen Einfluß äußer-ten. Es blieb indessen zu bedauern, daß die Dichtungen derTroubadours als erste Pflicht des Lebens einen schwärmeri-schen Geist der Artigkeit gegen Frauen anempfahlen, welchermanchmal die vorgeschriebenen Gränzen einer platonischenZuneigung überschritt, und daß sie ihre Kunst häufig benutz-ten, um das Herz zu verweichlichen und zu verführen und dieGrundsätze zu untergraben.

Arthur s Aufmerksamkeit wurde auf diesen Punkt durcheinen Gesang Thiebolds hingeleitet, worin er ziemliche Ge-schicklichkeit an den Tag legte und die Geschichte eines Trou-badours, Namens Wilhelm Gabestaing, vortrug. Dieser warverliebt in eine schöne und edle Dame, Margarethe, die Fraueines Freiherrn Reimund von Roussillon. Der eifersüchtige