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18 (1851) Anna von Geierstein
Entstehung
Seite
123
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zerstreuten Bunden beunruhigt, welche sich in offenem Feldehielten oder die Burgen, wie sie ungaben, zum Vortheil derGrafen Ferrand von Vaudemvnt besetzten. Dieser Zustandder Dinge machte eine Reise so gefährlich, daß man oft dieHauptstraße verlassen und Umwege und Fußsteige einschlagenmußte, um der unerfreulichen Begegnung auezuweichen, welcheLen Reisenden sonst zugestoße» wäre.

Arthur war durch traurige Erfahrung mißtrauisch gegenfremde Führer geworden, fand sich aber doch auf dieser ereig-nißreichen und gefährlichen Reise veranlaßt, seinem gegenwär-tigen Wegweiser, Thiebold, einem Provencalen von Geburt,mehr Vertrauen zu schenken. Derselbe erwieß sich vollkommenvertraut mit den Wegen, die er betrat, und soweit sich dasbeurtheilen ließ, hatte er Len besten Willen, sich seines Ge-schäfts redlich zu entledigen. Die Klugheit sowohl als dieGewohnheiten, die er sich auf Reisen zu eigen gemacht, undder Stand eines Kaufmanns, den er noch immer behauptete,hielten Arthur ab, das stolze Wesen, die hockmüthigc Ueber-legenheit eines Ritters und Cdelmannes gegen eine unter-geordnete Person an den Tag zu legen. Er nahm mit Rechtan, ein freier Verkehr mit diesem Manne, der nickt unbedeu-tende Fähigkeiten zu besitzen schien, werde ihn eher in Standsetzen, über die Meinungen und Gesinnungen desselben gegenihn zu urtheileu. Als Entsckädigung für diese Herablassungerhielt er einen guten Theil Belehrung über die Provinz, vonder sie jetzt nicht mehr fern waren.

Je näher sie den Gränzen der Provence kamen, destofließender und anziehender wurden die Mittheilungen Thie-bolds- Er wußte nicht bloS die Name» und die Geschichtejeder romantischen Burg, an der sie auf ihrer abgelegenenund schwierigen Straße vorüber kamen, sondern ihm stand