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freundschast genossen habe; eS wäre denn zu meiner eigenenVerteidigung."
„Gut," versetzte der Herzog, „sei es so! wir werden anEuch einen trefflichen Richter haben, uni uns zu sagen, wergegen Liesen Bengel aus den Bergen am besten seine Schul-digkeit thut."
In diesem Augenblick wurde das Gespräch durch einKlopfen am Eingang deS Zelts unterbrochen, und gleich danachtrat der Kanzler von Burgund in großer Hast und Aengst-lichkeit herein. „Neuigkeiten, gnädiger Herr — NeuigkeitenauS Frankreich und England," sagte der Prälat. Als er hierdie Anwesenheit eines Fremden gewahr wurde, blickte er aufLen Herzog und schwieg.
„Cs ist ein zuverlässiger Freund, mein Herr Bischof,"sagte der Herzog; „Ihr könnt Eure Neuigkeiten vor ihmloSlaffen."
„Es wird bald allgemein bekannt sein," erwiederte derKanzler — „Ludwig und Eduard haben sich völlig verstän-digt." Der Herzog wie der Kanzler geriethen in Bestürzung.
„Ich habe das erwartet," sagte der Herzog, „aber nichtso bald!"
„Die Könige haben sich getroffen," antwortete der Mi-nister.
„Wie — in der Schlacht?" fragte Orfvrd, der sich inseinem großen Eifer vergaß.
Der Kanzler war etwas überrascht; da aber der Herzogeine Antwort von ihm zu erwarten schien, erwiederte er,„Nein, Herr Fremder — nicht in der Scdlacht, sondern nacheiner Verabredung, in Frieden und Freundschaft."
„Das muß recht sehenswerth gewesen sein," sagte derHerzog, „wie sich der alte Fuchs Ludwig und mein Bruder