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selbe läßt, ehe auch mir ein Mann die geschworene Treuebricht."
Ein schwärzlicher, aber großer und schöner Mann, ineinem reich mit maurischer Arbeit verzierten Harnisch, subrhier vom Sitze auf, als würde er durch eine Bewegung fvrt-geriffen, der er nicht zu widerstehen vermochte. Es war derGraf Campobasso, der Befehlshaber von Karl's italienischenMicthtruppen. Er besaß, wie schon angedeutet, viel Einflußauf den Herzog und verdankte diesen besonders der Geschick-lichkeit, mit der er sich den Meinungen und Vorurthcilenseines Herrn fügte, und ihm scheinbare Gründe lieferte, umdie Hartnäckigkeit des Herzogs in seinen Entwürfen zu recht-fertigen.
„Die hohen Anwesenden müssen mich entschuldigen," sagteer, „wenn ich das Wort ergreife, um meine Ehre und dieder guten Lanzen zu vertheidigen, welche meinem Stern ausItalien gefolgt sind, um dem tapfersten Fürsten in der Chri-stenheit zu dienen. Ich hätte gewiß ohne Empfindlichkeit diebeleidigende Sprache dieses grauhaarige» Bauern anhörenkönnen, da seine Worte auf einen Ritter und Edelmann nichtmehr Eindruck zu machen vermögen, als das Gebell einesBauernhunds. Aber, da ich höre, daß er den Vorschlag macht,Haufen von meuterischen, rohen Lümmeln mit Eurer HoheitTruppen zu vereinigen, so muß ich ihm erklären, daß unterMeinen Leuten kein Stallbube ist, der in solcher Genossen-schaft fechten möchte. Ich selbst, der ich durch tausend Bandeder Dankbarkeit dazu verpflichtet bin, könnte mich nicht ent-schließen, neben solchen Kameraden zu dienen. Ich würdemeine Fahnen Zusammenlegen und fünftausend Mann nichtunter das Banner eines edleren Herrn führen, denn die Weltbesitzt keinen solchen — aber ich würde Kriege aufsuche», bei