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18 (1851) Anna von Geierstein
Entstehung
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unsere Vorfahren vor Alters, eins Znslncht in wilderen undentlegeneren Einöden suchen, und wen» wir bis anf'S Aeußerstewiderstanden, so werden wir in den Eiswüsten unserer Glet-scher sterben. Ja, Männer, Weiber und Kinder werden sicheher mit einander der Vernichtung übergeben, ehe ein freierSchweizer einen fremden Herrn anerkennt."

Die Rede des Landammanns machte eine» sichtbaren Ein-druck auf die Versammlung. Der Herzog bemerkte dies undsein anererbter Starrsinn wurde abermals durch die günsliqeStimmung aufgercizt, die er allgemein gegen den Gesandtenherrschen sah. Diese üble Eigenschaft überwältigte die Wir-kung, welche die Anrede des edel» Biedermann auf ibn ge-macht hatte. Er antwortete mit gerunzelter Stirne undunterbrach den Greis, welcher eben weiter forkfahren wollte,Ihr urtyeilt falsch. Herr Graf, oder Herr Landammann,oder wie Ihr Euch nennen mögct, wenn Ihr glaubt, wirwolle» Euch in der Hoffnung auf Beute oder auS Ruhmsuchtbekriegen. Ohne daß Ihr es uns zu sage» braucht, wissenwir, daß weder Nutzen noch Ruhm zu erlangen ist, wenn wirEuch b. siegen. Aber Fürsten, denen der Himmel die Gewaltdazu gegeben, müssen eine» Haufe» Räuber ausrotten, wennes auch eine Schande ist, die Schwerter mit ihnen zu messen.Wir Hetzen eine Heerde Wölfe zu tott, obgleich ihr Fleischnur Aas und ihr Fell zu nichts nütze ist."

Der Landammann schüttelte sein graues Haupt und cnt-geqnete, ohne irgend eine Erregung zu verrathen, ja beinahelächelnd,Ich bin ein älterer Waitmann als Ihr, gnä-diger Herr Herzog und vielleicht babe ich auch mehr Er-fahrung. Der kühnste, der keckste Jäger verfolgt den Wolfnicht ohne Gefahr in seine Hohle. Ich habe Euer Gnadengezeigt, wie wenig zu gewinnen ist und wie viel Ihr zu ver-