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18 (1851) Anna von Geierstein
Entstehung
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Bewegung warf der stolze Schweizer seinen rechten Hand-schuh auf den Boden des Saales. Dem Geist der Zeit ge-mäß, zufolge des Wunsches, sich in den Waffen auszuzeichnen,welchen jener Zeitgeist nährte und vielleicht, um deS HerzogsGunst zu gewinnen, entstand eine allgemeine Bewegung un-ter de» jungen Burgundern, die Ausforderung anzunehmen.Mehr als sechs oder acht Handschuhe wurden im Augenblickvon den jungen Rittern hingeworfen, die dem Austritt bei-wohnten. Die enifernter Stehenden warfen sie den vo>derenüber die Kopfe und jeder von ihnen rief seinen Namen undTitel, wenn er das Pfand deS Kampfes anbot.

Ich hebe sie alle auf," rief der verwegene junge Schwei-zer und las die Handschuhe zusammen wie einer um den an-dern vor ihm niederfiel. Noch mehr, Ihr Herren, noch mehr!Einen Handschuh für jeden Finger! Heran, alle nach derReihe ehrlichen Kampf, gerechte Richter, den Streit zuFuß, die Waffen, zweihändige Schwerter, und ich nehme esmit zwanzig von Euch auf!"

--Halt, Ihr Herren, bei Eurem Eid, halt!" sagte derHerzog, zufrieden mit dem für seine Sache bewiesenen Eiferund einigermaßen durch denselben besänftigt, für ihn lagetwas Anziehendes in der unerschrockenen Tapferkeit, die derHerausforderer darlegte, in der mit seiner eigenen verwand-ten Keckheit; vielleicht war es ihm auch angenehm, im Ange-sicht seines versammelten Hofes mehr Mäßigung beweisen zukönnen, als ihm anfangs möglich gewesen war.Halt, be-fehle ich Euch. Herold, lies die Handschuhe auf und gibjeden seinem Eigentkümer zurück. Gott und der heilige Georgverhüte, daß wir das Leben des letzten aus unserem burgun-dischcn Adel gegen einen Lümmel auf's Spiel setzen, wiedieser Schweizer Bauer, der nie ein Pferd bestiegen hat und