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lichen Kühnheit und Unerschrockenheit die Erwiederung aufsich. Er hielt dem stolzen Blick des Herzogs furchtlos undmit gleichem Hochmuth Stand.
„Wir sind," sagte er, „nicht hierher gekommen, um un-sere eigene Ebre oder die Wurde des freien Volkes zu verun-glimpfen, dessen Stellvertreter wir sind, indem wir uns zuVerbrechen bekennen, an denen wir keine Schuld haben. WennIhr uns Aufrührer nennt, so müßt Ihr Euch erinnern, daßeine lange Reihe von Siegen, deren Geschichte mit dem edel-sten Blute Oesterreichs geschrieben worden ist, unfern ver-bündeten Gemeinden die Freiheit errungen hat, deren unseine ungerechte Tyrannei umsonst zu berauben versuchte. Solange Oesterreich seine Herrschaft auf gerechte und wohlthätigeWeise handhabte, opferten wir ihm unser Leben; — als esUnterdrückung und Tyrannei übte, machten wir uns unab-hängig. Wenn es noch etwas an uns zu fordern hat, sowerden die Nachkommen Tell's, Fürst's und Stauffacher'Seben so bereit sein, ihre Freiheit zu vertheidige», als unsereVäter gewesen sind, sie zu erwerben. Euer Gnaden — wenndas Euer Titel ist — braucht sich nicht i» einen Streit zwi-schen uns und Oesterreich zu mengen. Was Eure Drohungenmit Galgen und Rad betrifft, so sind wir hier als wehrloseMänner und Ihr könnt Euer Gelüste an uns büßen; aberwir wissen zu sterben und unsere Landsleute wissen uns zurächen."
Der gereizte Herzog würde mit dem Befehl zu augen-blicklicher Verhaftung und wahrscheinlich zu unverweilter Hin-richtung der ganzen Gesandtschaft geantwortet haben. Abersein Kanzler machte von dem Vorrecht seiner Stelle Gebrauch,stand auf, »ahm mit einer tiefen Verbeugung gegen de» Her-zog sein Barett ab und begehrte für sich die Erlaubniß!, dem