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18 (1851) Anna von Geierstein
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verzweifelt und schwierig aussehenden Unternehmungen, dieAchtung vor seinem Freimuth und seiner Offenheit, die Furchtvor seinem eigensinnigen und hitzigen Wesen, mit dem er sichselten eines Andern belehren ließ und nie Wiederspruch er-trug, den Thron noch immer mit Ehrfurcht und Schrecken,und diese wurden noch wesentlich unterstützt durch die Anhäng-lichkeit des gemeinen Volks an den gegenwärtigen Herzogund das Andenken an seinen Vater. Man hatte vvrausgese-hen, daß bei der jetzigen Gelegenheit sich unter den Ständenein heftiger Widerspruch gegen die neue Besteuerungsart er-heben würde, welche der Herzog vorschlug. Die Räthe desHerzogs sahen mit großer Unruhe, der Herzog selbst mit är-gerlicher Ungeduld dem Ende der Sitzung entgegen.

Nach etwa zehn Minuten trat der Kanzler von Burgund,der zugleich Erzbischof von Vienne und ein Prälat von hohemRang war, mit seinem Gefolge in Len Saal: Er schritt hin-ter dem herzoglichen Throne auf einen der ehrenvollsten Sitzein der Versammlung zu und hielt einen Augenblick an, umin seinen Herrn zu dringen, er möchte die Antwort seinerStände in einer Privataudienz entgegennehnien. Zugleichgab er ihm zu verstehen, daß das Ergebniß der Berathungkeineswegs ein befriedigendes wäre.

Bei Sankt Georg von Burgund, mein Herr Erzbischof,"gab der Herzog ernsthaft und laut zur Antwort:wir sindkein Fürst von so niedriger Seele, daß wir uns vor den mür-rischen Blicken einer unzufriedenen und frechen Partei scheuensollten. Wenn die Stände von Burgund eine ungehorsameund pflichtwidrige Antwort auf unsere väterliche Botschaftschicken, so mögen sie dieselbe vor dem versammelten Hof aus-sprechen, damit das ganze Volk erfährt, wie es zwischen sei-