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18 (1851) Anna von Geierstein
Entstehung
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die Mauern emporragten und in verschiedenen Winkeln an-gebracht waren, sie zu vertheidigen, belief sich auf drei unddreißig; die Mauern selbst hatten an den meisten Stelleneine Höhe von mehr als dreißig Fuß und waren in beträcht-licher Dicke aus viereckige» Steinen aufgeführt. Diese schoneStadt umgaben mit Weinbergen bepflanzte Hügel und inner-halb ihrer Mauern erhoben sich die Thürme vieler stattlichenöffentlichen und Privatgebäude. Auch die Thürme der Kirchenund reich begabten Klöster bewiesen den Reichthum und dieFrömmigkeit des Hauses Burgund,

Als die Trompeten des Gefolges der am St. Nikolaus-Thore stehenden Bürgergarde Las Zeichen gegeben, ging dieZugbrücke nieder, das Fallgatter erhob sich, das Volk stießein großes Freudengeschrei aus, und Karl zog in der Mitteseiner angesehensten Offiziere in die Stadt ein, deren Häuseralle mit Teppichen behängt waren. Er saß auf einem Schim-mel, weiß wie der Schnee. Ihm folgten sechs Pagen, vondenen der jüngste noch nicht vierzehn Jahr alt war. Jedervon ihnen hielt eine vergoldete Partisane in der Hand. Derallgemeine Zuruf, mit welchem der Herzog begrüßt wurde,bewies, daß, wenn auch einige gewaltthätige Handlungen seineBeliebtheit vermindert hatten, ihm genug übrig blieb, um inseiner Hauptstadt mit Freude, wenn auch nicht mit Begeiste-rung, empfangen zu werden. Es ist wahrscheinlich, daß dieVerehrung, die sich an das Andenken seines Vaters knüpfte,lange Zeit den ungünstigen Eindruck zurückhielt, welchen seinBetragen zum Theil auf den öffentlichen Geist Hervorbringenmußte.

Der Zug hielt vor einem großen, gothischen Gebäude inder Mitte von Dijon. Man hieß es des Herzogs HauS; undnach der Vereinigung Burgunds mit Frankreich benannte man