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18 (1851) Anna von Geierstein
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gelegten Gegenstände erhalten und wird hierauf den Abgeord-neten der Schweiz öffentliche Audienz geben. Ich bin vonihm beauftragt, Euch einen Platz anzuweisen, von dem ausIhr bequem die deiden Feierlichkeiten ansehen könnet, und ervermuthet, Ihr werdet als Fremder ihnen mit Vergnügen bei-wohnen. Wahrscheinlich hat er Euch aber all das selbst ge-sagt, denn ich glaube, Ihr habt ihn die vergangene Nachtin einer Verkleidung gesehen. Nun, seht mich nikt so be-fremdet an. Der Herzog spielt diesen Streich zu oft, als daßer es ins Geheim thnn könnte; es gibt keinen Troßbuben,der ihn nicht kennt, wenn er die Zelte der Soldaten durch-schreitet; und die Marketenderinnen geben ihm den Namendes ertappten Spions. Wenn der ehrliche Heinrich Colvinder einzige wäre, der von der Sache wüßte, würde er stchwohl hüten, den Mund darüber aufzuthnn; aber es wird zuoffen getrieben und ist zu allgemein bekannt. Edler Herr,obgleich ich meine Zunge lehren muß, Liesen Titel zu vergessen,wollt Ihr znm Frühstück kommen?"

Nach der Sitte der Zeit wurde ein tüchtiges und förm-liches Mahl gehalten und einem begünstigten Offizier desHerzogs von Burgund fehlte es begreiflicher Weise nicht anMitteln, die gebührende Gastfreundschaft einem Manne zuerweisen, der Ansprüche auf so hohe Achtung besaß. Eheaber noch daS Frühstück vorüber war, verkündigte der lär-mende Schall der Trompeten, daß der Herzog und sein Ge-folge zu Pferde stiegen. Man brachte Philipson, wie derGraf Oxford noch immer hieß, einen prächtigen Rennervon dem Herzog, und er schloß stch nun mit seinem Wirthder glänzenden Gesellschaft an, die stch vor dem Zelte desFürsten zu sammeln anfing. Dieser selbst trat nach ein paarMinuten in der prächtigen Tracht des Ordens vom goldenen