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18 (1851) Anna von Geierstein
Entstehung
Seite
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In wenigen Minuten hatte er seinen Anzug vollendetund kniete vor seinem Vater, um seinen Segen und seineferneren Aufträge nach Air zu bitten.

Fast tonlos segnete ihn sein Vater und sagte dann mitwiedergewonnener Festigkeit:Du weißt schon Alles, was dirfür das Gelingen deiner Sendung nöthig ist. Wenn du mirdie nbthigen Papiere bringen kannst, flüsterte er ihm noch zu,so wirst du mich in der Nähe des, Herzogs von Burgundfinden."

Schweigens traten sie aus dem Zelte und fanden vordemselben die vier burgund'schcn Lanzenreiter, große undlebendige Leute, die schon im Sattel saßen und zwei gesattelteund gezäumte Pferde in der Hand hielten; eines davon krie-gerisch gerüstet, das andere ein feuriger Zelter für die Reise.Einer der Soldaten hielt ein Saumroß mit Gepäck am Zügelund Colvin erklärte Arthur'», daß er dabei die Kleider findenwürde, die er bei seiner Ankunft in Air brauchte. Zugleichübergab er ihm einen Beutel voll Gold.

Thiebold," fuhr er fort und zeigte dabei aus den älte-sten unter der Bedeckung,verdient alles Vertrauen; ich stehefür seine Klugheit und Treue. Die drei anderen sind ausge-zeichnete Leute und fürchten sich nicht vor einem Riß in derHaut."

Arthur sprang mit einem Lustgefühl in den Sattel, wiees einem jungen Ritter wohl natürlich war, der viele Mo-nate lang kein ordentliches Pferd unter sich gehabt. Derlebhafte Zelter wieherte vor Ungeduld; Arthur aber blieb festim Sattel, wie wenn er einen Theil des Thieres selbst aus-gemacht hätte und sagte:Ehe wir lange mit einander be-kannt sind, wird deine Hitze etwas nachgelassen haben, meinschöner Schimmel."

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