Druckschrift 
18 (1851) Anna von Geierstein
Entstehung
Seite
63
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schlusse zu entsagen. So ho! wer hat den Dienst? bringtmir zu trinken!"

Ein Diener trat ein mit einer großen silbernen Flasche.Sie war aber statt mit Wein mit einem Gerstentrank gefüllt,leicht verseht mit gewürzhaften Kräutern.

Ich bin so hitzig und zornmüthig von Natur," sagte derHerzog,daß unsere Aerzte mir das Weintrinken verbieten.Aber Ihr, Oxford, seid nicht an solche Vorschriften gebunden.Geht zu Eurem Landsmann, Calvin, unserem Artilleriegene-ral. Wir empfehlen Euch seiner Sorge und Gastfreundschaftbis morgen. Da wird's viel zu thun geben, denn ich erwartedie Antwort der Schlauköpfe aus der Dijoner Ständever-sammlnng. Dann haben wir auch, Dank der VermittlungEurer Herrlichkeit, die elenden Schweizer Gesandten anzuhö-ren, wie sie sich nennen. Doch nichts mehr davon. GuteNacht- Ihr könnt frei mit Calvin reden; er ist, wie Ihr,ein alter Lancaster. Aber horcht, nickt ein Wort von derProvence selbst nicht im Schlaf. Cvntay, führe diesenenglischen Herrn in Colvin's Zelt. Er weiß meinen Willenin Bezug auf ihn."

Gnädiger Herr," antwortete Contay,ich habe den Sohndes englischen Edelmannes bei Herrn von Calvin gelassen."

Was, dein eigener Sohn, Oxford? Er ist hier bei dir?Warum hast du mir nichts von ihm gesagt? Ist er ein wür-diger Sprosse des alten Baums?"

Es ist mein Stolz, d-s zu glauben, gnädiger Herr. Erist der treue Gefährte aller meiner Gefahren und Wanderun-gen gewesen."

Glücklicher Mann!" sagte der Herzog mit einem Seuf-