zer. „Ihr, Orsord, habt einen Sohn, Eure Arnuith undNoth zu theilen — ich habe Niemand, der an meiner GrößeTheil nehmen und mir Nachfolgen könnte."
„Ihr habt eine Tochter, gnädiger Herr," sagte der Edlevon Vere, „und es ist zu hoffen, daß sie eines Tags einenmächtigen Prinzen heirathen wird, der die Stütze des HausesEurer Hoheit bildet."
„Nie! bei Sankt Georg, nie!" gab der Herzog kurz undentschieden zur Antwort. „Ich will keinen Tochtermann, wel-cher der Tochter Bett zum Schrittstein macht, um nach desVaters Krone zn greifen. Orsord, ich habe offener gesprochen,als ich gewöhnt bin, vielleicht offener, als ich gesollt — aberich halte einige Männer meines Vertrauens würdig und glaube,Ihr, Herr Johann von Vere, seid einer davon."
Der englische Edelmann verbeugte sich und wollte Weg-gehen, aber der Herzog rief ihn zurück.
„Da ist noch erwas, Orsord. — Die Abtretung der Pro-vence ist nicht genug. Rene und Margarethe müssen sich vondem heißblütigen Ferrand von Vaudemont lossagen, welchertolle Unruhen in Lothringen erregt und Rechte darauf vonseiner Mutter Jvlanthe ableitet."
„Gnädiger Herr," antwortete Orsord; „Ferrand ist derEnkel Königs Rena, der Neffe der Königin Margarethe; aberdoch"-
„Aber doch müssen, bei Sankt Georg, seine Rechte, wieer sie nennt, für völlig ungültig erklärt werden. Ihr sprechtmir von Verwandtenliebe und dringet in mich, mit meinemSchwager Krieg anzufangen."
„Rena s beste Entschuldigung, wenn er seinen Enkes im