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18 (1851) Anna von Geierstein
Entstehung
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Gehölze und duftenden Lauben, an ihre Oliven, Citronenund Granaten erinnert. Aber wie soll ich Ansprüche darauferheben? Es wäre eine Schande, die letzten Augenblicke desguten, alten Rene zu stören und stände auch einem nahenVerwandten nicht wohl an. Denn ist er Ludwigs Oheim undes ist sehr wahrscheinlich, daß er mit Uebergehung seinerTochter Magarethe bereits den König von Frankreich zu sei-nem Erben eingesetzt hat."

Euer Gnaden könnte bessere Anrechten darauf geltendmachen," sagte der Graf von Orford,wenn Ihr Marga-rethen von Anjou den Beistand leistet, um welchen sie Euchdurch mich bittet."

Nimm die Hilfe, die du verlangst," erwiederte derHerzog;nimm doppelt so viel Geld und Leute. Nur laßmir einen Anspruch auf die Provence, und wäre er so dünnals eines von den Haaren deiner Königin Margarethe. Ichwill schon sorgen, daß es sich zu dem zähen Gewebe einesvierfachen Taus zusammendreyt. Aber ich bin ein Narr, aufdie Träume eines Menschen zu horchen, der sich selbst zuGrund gerichtet und wenig dabei zu verlieren hat, wenn erAndern dis ausschweifendsten Hoffnungen verhält."

Bei diesen Worten athmete Karl tief und wechselte dieFarbe.

Ein solcher Mann bin ich nicht, mein Herr Herzog,"versetzte der Graf.Hört auf mich Renö ist von Altergebeugt, nach Ruhe begierig und zu arm, um seinen Standmit der nöthigcn Würde zu behaupten; zu gutmüthig oderzu schwach, um seinen Unterthanen weitere Steuern aufzu-legen, müde des Streits mit Lein Unglück und geneigt, seineGüter abzutreten."

,^Seine Güter!" rief Karl.