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18 (1851) Anna von Geierstein
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tete, ganz Europa Furcht einjagte. Der Herold gab sich eini-gen von des Herzogs Leuten zu erkennen und die Engländerwurden alsbald mit Höflichkeit angenommen, doch ohne daßdie Aufmerksamkeit auf sie gelenkt worden wäre. Man ge.leitete sie in ein benachbartes Zelt, den Aufenthalt eines Ober-offiziers und bedeutete ihnen, dasselbe sei für ihre Bequem-lichkeit bestimmt. Hier wurde daher auch ihr Gepäck abge-legt und ihnen Erfrischungen angeboten.

Da das Lager," sagte der Bediente, welcher ihnen auf-wartete,mit Soldaten aus verschiedenen Bokkern und vonzweifelhaftem Charakter angefüllt ist, so hat der Herzog vonBurgund zum Schutz für Eure Maaren die Aufstellung einerregelmäßigen Schildwache befohlen. Unterdessen haltet Euchbereit, seiner Hoheit aufzuwarken, denn Ihr könnet daraufzählen, daß man sogleich nach Euch senden wird."

Wirklich wurde auch der ältere Philipson kurz darnachvor den Herzog gefordert und durch eins Hiuterthüre in den-jenigen Theil des beweglichen Zeltes gefüvrt, welchen dichteVorhänge und Schranken von Holz einfaßten, und welcherKarl's besonderes Gemach bildete. Die Einfachheit des Ge-räths darin und der nachlässige Anzug des Herzogs bildeteneinen sonderbaren Gegensatz zu dem äußeren Aussehen desZeltes. Denn Karl blieb sich hierin, wie in anderen Dingenkeineswegs immer gleich und zeigte im Kriege eine Strengegegen sich selbst oder vielmehr eine Ungezwungenheit in der Klei-dung und manchmal im Betragen, welches mehr für die Rohheiteines groben deutschen Lanzknechts paßte, als mit dem Beneh-men eines Fürsten von hohem Rang im Einklang stand. Erbeförderte, ja verlangte zugleich viel Pracht und kostspieligenAufwand von seinen Lehensträgern und Hvfleuten, als ob eingleichgültiger Anzug und die Verachtung jeden Zwangs, die Be-