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stimmen, seinen Schätzen öffnen und uns seine Dukaten zuunserer Unternehmung zu liefern. Indessen hat er mir gesagt,wenn Karl von Burgund ernstlich an eine Unternehmung zuunseren Gunsten denke, so habe er so viel Achtung vor diesemgroßen Fürsten und er nehme so viel Antheil an Eurem Un-glück, gnädige Frau, daß er dann sehen wolle, was der Zu-stand seiner, obwohl erschöpften Finanzen und die Lage seiner,wenn schon durch Abgaben und Auflagen verarmten Unter-thanen für Euch zu thun gestalte."
,,Der doppelgängige Heuchler!" sagte Margarethe; „alsowenn die Hilfe des fürstlichen Burgund uns die Aussicht ver-schaffte, unser Eigenthum wieder zu erringen, dann will eruns ein paar elende Kronen leihen, damit unser auflebendesGlück die Gleichgültigkeit vergesse, mit welcher er unser Un-glück behandelt! — Aber sprechen wir von Burgund! Zchhabe mich hieher gewagt, um Euch zu sagen, was ich erfah-ren und den Bericht über den Erfolg Eurer Schritte zu hören.Vertraute Leute sorgen dafür, daß unsere Zusammenkunftgeheim bleibt. Meine Ungeduld, Euch zu sehen, hat michunter dieser Verkleidung hieher geführt; mein kleines Gefolgeist in einem Kloster eine Meile von der Stadt; ich habe EureAnkunft durch den getreuen Lambert erspähen lassen und jetztlaßt mich Eure Hoffnungen oder Befürchtungen kennen lernenund mich Euch von den meinigen sprechen."
„Königliche Frau!" erwiederte der Graf; „ich habe denHerzog nicht gesehen. Ihr kennt sein Wesen; er ist eigen-sinnig, heftig, stolz und zu nichts zu bereden. Wenn er dierubige und geduldige Politik sich zu eigen machen könnte,welche dis Zeit erfordert, so zweifle ich nicht, er werde volleGenugthuung von Ludwig, seinem geschworenen Feind undselbst von Eduard, seinem ehrgeiz-gen Schwager erhalten.