Druckschrift 
18 (1851) Anna von Geierstein
Entstehung
Seite
25
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verschiedenen Farben der Scheiben auf die stattliche, aberetwas gedrückte und zusammengesunkene Gestalt der Frau,auf die traurigen und ängstlichen Züge Philipsons und seinenSohn, der mit dem eifrigen Antheil der Jngend außerordent-liche Folgen aus einer so sonderbaren Zusammenkunft ab-leitete.

Endlich näherte sich die Frau derselben Seite der Kapelle,auf der Arthur und sein Vater standen, wie um sich besserverständlich zu machen, ohne doch gezwungen zu sein, dieStimme mehr zu erheben, als zu dem leisen, feierlichen Tone,in welchem sie früher gesprochen.

Verehret Ihr hier," fragte sie,den heiligen Georg vonBurgund oder den heiligen Georg vom lustigen England, dieBluthe der Ritterschaft?"

Philipsvn hielt immer noch die Hände demüthig über dieBrust gekreuzt und erwiederte:ich verehre den Heiligen,

welchem diese Kapelle geweiht ist, und die Gottheit, bei wel-cher ich auf seine Vermittelung hoffe, sei es nun hier oder inmeinem Heimathlande."

Ja auch Ihr," fuhr die Frau fort,auch Ihr könntvergessen Ihr selbst, Ihr, der einst zum Spiegel der Rit-terschaft gehört könnt vergessen, was Ihr in der königli-chen Kapelle zu Windsor verehrt daß Ihr dort ein mitdem Hosenband umgürtetes Knie gebeugt, wo Könige undPrinzen um Euch knieten. Ihr könnt das vergessen undEure Gebete in einer fremden Kapelle sprechen, ohne daßEuer Herz durch Gedanken daran gestört wird, was Ihr ge-wesen seid; Ihr könnt beten, wie ein elender Bauer um dasBrod für den Tag, der eben dahin geht."

Gnädige Frau," versetzte Philipsvn,in meinen stolze-sten Stunden war ich vor dem Wesen, dem ich meine Gebete