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18 (1851) Anna von Geierstein
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sonderbare Politik dem Zeitalter, in welchem er lebte, einebesondere Eigenthümlichkeit zu verleihen und man wußte vonihm, daß er seine vorzüglichsten Gesandten unter den Trach-ten von Bettelmönchen, Minnesängern, Zigeunern und ande-ren bevorrechteten Wanderern vom niedrigsten Stande ver-steckt hatte.

Arthur schloß also, das Weib sei wahrscheinlich, wie sieselbst, etwas mehr, als ihre Kleidung verrieth; und er beschloß,auf Las Benehmen seines Vaters genau Acht zu geben undnach demselben sein eigenes einzurichten. Endlich verkündeteeine Glocke, daß am Hochaltar ein feierliches Amt gehaltenwerden würde und dieser Ton bewirkte, daß Alles, was nochda war, die Kapelle des heiligen Georg verließ, außer Vaterund Sohn und der weiblichen'Büßerin, die ihnen gegenüberkniete. Als der letzte der Andächtigen sich entfernt hatte, er-hob sich die Frau und trat gegen den älteren Philipson hin,welcher die Arme auf der Brust kreuzte und das Haupt neigte.Dabei nabm er eine so dehmüthige und ehrerbietige Stellungan, wie es sein Sohn noch nie an ihm wahrgenomme», undschien eher auf das zu warten, was sie etwa zu sagen hätte,als sie anreden zu wollen.

ES entstand eine Pause. Vier brennende Lampen vordem Bildniß des Heiligen warfen eine schwache Helle aufseinen Renner und seine Rüstung, denn er war dargestellt,wie er den Drachen durchbohrt. Die ausgespannten Flügelund der aufgetriebene Hals desselben wurde kaum sichtbar.Das wenige Licht, welches im übrigen Theil der Kapelleherrschte, rührte von der Herbstsonne her, und sie vermochtekaum, durch die gemahlten Scheiben des langen und schmalenFensters zu dringen, welches die einzige Oeffnung »ach außenbildete. Das dunkle und ungewisse Licht siel gemischt mit den