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kel, obgleich die Volkssage ihn zu einen Gegenstand besonde-rer Verehrung in den Zeiten des Lehenwesens machte. DirCeremvnie begann und endigte in gewöhnlicher Weise. Derdienstthuende Priester entfernte sich mit seinen Begleitern,und obgleich einige der Gläubigen, welche der Feierlichkeitbeigewohnt, noch damit beschäftigt blieben, ihren Rosenkranzzu beten oder besondere Bitten an den Himmel zu richten,so verließen doch die meisten Leute die Kapelle, sei es, umin eine andere zu treten, sei es, um weiter an ihre Geschäftezu gehen.
Aber Arthur bemerkte, daß, obgleich Eins nach dem An-dern fortging, die große Frau, welche von seinem Vater einAlmosen empfangen, noch immer am Altar kniete. Noch mehrward er überrascht, als er sah,' daß sein Vater selbst auf denKnien liegen blieb; denn er wußte, daß derselbe triftigeGründe hatte, um der Andacht nicht mehr Zeit zu widmen,als die Vorschriften der Religion eben ndlhig machten. DieAugen desselben hafteten auf der Gestalt der verhüllten Bett-lerin, als ob seine eigenen Bewegungen sich nach den ihrigenrichteten. Es kam Arthur nichts zu Sinne, was ihn hätte inStand setzen können, die geringste Vermuthung über die Be-weggründe seines Vaters zu einem solchen Betragen aufzu-finden. Cr wußte blos, daß er in ein bedenkliches und ge-fährliches Geschäft verwickelt war, auf welches von verschiede-nen Seiten her eingewirkt und welches auch unterbrochenwerden konnte; es war ihm auch nicht unbekannt, daß daSpolitische Mißtrauen in Frankreich, Italien und Flandern sothätig war, daß die wichtigsten Unterhändler sich oft genöthigtsahen, sich in die undurchdringlichsten Verkleidungen zu hüllen,um sich ohne Verdacht in die Länder zu schleichen, wo ihreDienste nöthig waren. Ludwig XI. besonders schien durch seine