len gelesen, welche dieses prächtige Gebäude umschließt. Erkündigte dem Sohn seine Absicht an und Arthur folgte ihm.
Bei der Annäherung an das prächtige Münster fandendie Reisenden den Zugang zu demselben, wie solches in katho-lischen Ländern gebräuchlich ist, Lurch eine Menge von Bett-lern aus beiden Geschlechtern gesperrt, welche den Eingangumlagerten, um Len Andächtigen Gelegenheit zu Almosen zugeben, die von ihrer Kirche als eine Hauptobliegenheit ein-geschärft werden. Die Engländer entzogen sich ihrer Zudring-lichkeit, indem sie, wie bei solchen Gelegenheiten gebräuch-lich ist, einige kleine Münzen unter die vertheilten, welche ammeisten Mitleid zu bedürfen und zu verdienen schienen. Einegroße Frau stand auf der Treppe ganz an der Thüre undstreckte ihre Hand gegen den älteren Philipson aus, der ihrüber ihr Aeußeres betroffen, ein Silberstück statt des Kupfer-geldes gab, welches er den anderen gereicht.
„Welch' Wunder!" rief sie auf englisch, aber so leise, daßblvs Philipson sie hören konnte, obgleich auch sein Sohn ver-stand, was sie sagte. — Ei, ein Wunder! — Ein Engländerbesitzt noch eine Silbermünze und ist im Stande, sie den Ar-men zu geben!"
Arthur bemerkte, daß sein Vater bei der Stimme oderden Worten etwas zitterte. Und auch er selbst fand in deinGesagten etwas, was über eine gewöhnliche Bettlerin hinaus-ging. Aber nach einem Blick auf das Weib, welches ihn soangeredet, ging Philipson weiter in die Kirche und widmetebald seine ganze Aufmerksamkeit der feierlichen Messe, welcheein Priester am Altar einer Kapelle las. Dieselbe war ineinem Flügel des Gebäudes und, wie sich aus dem Bildeüber dem Altar abnehmen ließ, dem heiligen Georg geweiht.Dieses kriegerischen Heiligen wirkliche Geschichte ist sehr dun-