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18 (1851) Anna von Geierstein
Entstehung
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Fräulein von Arnheim der geringsten Gefahr ausgesetzt wer-den dürste."

Dieser Gedanke ist so richtig, daß ich ihm bcistimme,"versetzte Philipsvn,ob er gleich weniger grob hätte ausge-drückt werden können."

Bei dieser Erwiederung erhob der junge Mann, gereiztdurch die Unverschämtheit im Betragen Schreckenwalds, dieStimme ein wenig. Dies entging der Beobachtung nicht,denn Anncli Veilchen stand im Augenblick vor ihnen undbrachte den Befehl von ihrer Gebieterin, ste sollten leise spre-chen oder lieber ganz still sein.

Sagt Eurer Gebieterin, daß ich stumm bin," antwor-tete Philipsvn.

Unsere Gebieterin, das Freifräulein sagt," fuhr Känn-chen mit einen Nachdruck auf dem Titel fort, welchem ste einentalismanartigen Einfluß beizulegen anfing,Vas Frei-fräulein, jag' ich, behauptet, daß das Schweigen für unsereSicherheit sehr wichtig ist; denn es wäre höchst gefährlich, aufdiese kleine flüchtige Truppe die Aufmerksamkeit von Rei-senden zu ziehen, die während des nothwendigen Halts aufder Straße vorüberkommen können. Daher, meine Herren,befiehlt das Fräulein, daß Ihr Euern Zähnen so schnell alsMöglich Beschäftigung zu geben sortfahret, Euch aber enthal-tet, Eure Zunge in Bewegung zu setzen, bis Ihr in einersicheren Lage seid."

Mein Fräulein ist klug," erwiederte Jtel Schrecken-wald,und ihre Zofe ist witzig. Ich trinke, Jungfer Känn-chen, in einem Becher Rüdesheimer auf die Fortdauer ihresScharfsinns und Eurer liebenswürdigen Lebhaftigkeit. WolltIhr mir darauf in diesem edeln Naß Bescheid thun?"