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18 (1851) Anna von Geierstein
Entstehung
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als wäre er mit Steinen fest vermauert, aber es war leicht,sie zn verrücken. Ich sollte durch diesen mein Zimmer ver-lassen und durch das Thor des Schlosses in ein Gehölz gehen,wo ich meinen Vater antreffen würde."

Ein sonderbares und gefährliches Unternehmen," sagteArthur.

Ich bin nie so bestürzt gewesen," fuhr das Mädchen fort,als da ich die Aufforderung erhielt, ins Geheim einen ebenso gütigen als zärtlichen Oheim zu verlassen und zu gehen,ich wußte nicht wohin. Doch mußte der Befehl befolgt wer-den. Der Ort der Zusammenkunft war deutlich bezeichnet.Ein Gang um Mitternacht in den Umgebungen eines Ortes,wo ich sicher auf Schutz zählen konnte, war mir ein Spiel;aber die Vorsicht, die man gehabt, Schildwachen am Thoreaufzustellen, hinderte meine Entwürfe. Ich war genöthigt, micheinigen meiner Vetter aus der Familie Biedermann anzuver-trauen, und sie versprachen, mich hin und her gehen zu lassen,ohne eins Frage an mich zu thun. Ihr kennt meine Vettern; siebesitzen das beste Herz, aber einen beschränkten Verstand, undedelmüthige, zarte Gefühle sind bei ihnen so wenig zu suchenals bei gewissen anderen Leuten." (Hier warf sie einenBrief auf Hannchen)Sie verlangten, ich sollte meineAbsicht Sigmund verbergen, und da sie immer auf Kostendieses guten und einfachen Jungen lachen wollen, so bestan-den sie darauf, ich sollte an ihm so vorbei gehen, daß er aufden Glauben geriethe, ich wäre eine Geistererscheinung. Siehofften bei der Furcht, die ihm der Anblick eines überirdischenWesens verursachen würde, viel Spaß zu haben. Ich wargenöthigt, mir ihre Verschwiegenheit dadurch zu sichern, daß ichauf ihre Bedingungen einging. In Wahrheit machte es mirzu viel Kummer, meinen freundlichen Oheim zu verlassen, als