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den, denn diese waren schon, wenn sie die Baronesse persischund arabisch sprechen horten, geneigt, von ihr zu argwöhnen,sie treibe unerlaubte Künste. Ihre Einbildungskraft war leb-haft und erfinderisch, und es gefiel ihr, sich in Stellungenzu bringen, welche die thörichten Vermuthungeu bestätigenkonnten, über die sie sich lustig machte. Es ward kein Endemit Len Geschickten, zu welchen sie die Veranlassung gab.Ihr erstes Auftreten im Sckloß soll sehr malerisch und fastwunderbar gewesen sein. Mit dem Leichtsinn eines Kindesvereinigte sie kindische Leidenschaften, und während sie dieVerbreitung der außerordentlichsten Sagen in der Nachbar-schaft beförderte, geriet!) sie in Streit mit den Frauen ihresStandes über den Rang und den Vortritt, auf welche diewestphälischen Edeldamen zu allen Zeiten große Stücke ge-halten haben. Das kostete sie ihr Leben. Denn an demMorgen, da meine arme Mutter getauft wurde, starb dieBaronesse von Arnheim plötzlich und während eben eine glän-zende Gesellschaft in der Schloßkapelle versammelt war, umder Feierlichkeit anzuwohnen. Man glaubte, ste sei durch dieBaronesse von Stcinfeld vergiftet worden, mit welcher sie inheftiger Fehde lag. Und dieser Streit war besonders dadurchveranlaßt worden, daß sie die Partei ihrer Freundin undGesellschafterin, der Gräfin Waldstetten, gegen jene genom-men hatte."
„Und der Opal? — und das Besprengen mit Wasser?"fragte Arthur Phnipson.
„Ach," erwirderte die Freiin, „ich sehe, Ihr wollt dieumständliche und wahre Geschichte meiner Familie hören, vonwelcher Ihr blos die fabelhafte Legende vtrnommen. — Alsmeine Großmutter das Bewußtsein verlor, war es ganznatürlich, daß man ihr Wasser in's Gesicht spritzte; was den