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18 (1851) Anna von Geierstein
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eine schöne Gespenstergeschichte erzählt, kann ich Euch sagen,von meines Fräuleins Großmutter; und wirklich traf es sich,nicht wahr, daß die Umstände der Sache einen Anschein vonWirklichkeit gaben?'

Gar nicht, Kännchen," antwortete Arthur; ich habe allesSonderbare und Unbegreifliche, was ich je über Eure Gebie-terin gehört, so angesehen, als verdiene es keinen Glauben."

Doch nicht ganz, glaub ich," erwiederte Kännchen, ohneauf Zeichen und Stirnrunzeln ihrer Herrin zu achten,undich hege starken Verdacht, ich würde viel mehr Mühe gehabthaben, Euch in dieses Schloß zu bringen, wenn Ihr gewußthättet, daß Ihr Euch einem Ort nähert, an welchem dieFeueruymphe umgeht, der Salamanter, wie man sie heißt.Nicht zu gedenken des Anstoßes, Len Euch die Vorstellunggegeben hätte, daß Ihr den Abkömmling einer Tochter desFeuermantels wieder sehen würdet."

Noch einmal, sei still, Kännchen," sagte die Gebieterin;da Las Schicksal dieses Zusammentreffen veranstaltet hat,so wollen wir die Gelegenheit nicht vorübergehen lassen, ohneunser» englischen Freund über die alberne» Berichte zu ent-täuschen, auf die er vielleicht mit Zweifel und Verwunderung,aber nicht mit völliger Unglaubigkeit gehorcht hat."

Herr Arthur Philipson," fuhr sie fort,es ist wahr,mein mütterlicher Großvater, der Freiherr Hermann von Arn-heim war ein Mann von großen Kenntnissen in verborgenenWissenschaften. Er war auch Freigraf oder Vorsitzender Rich-ter bei einem Tribunal, von dem Ihr gehört haben müßt,und welches man die heilige Vehme nennt. Es ist aber nichteinmal klug, ihren Namen auszusprechen. In einer Nachtkam ein Fremder, dem die Diener des Gerichts auf den Fer-sen waren, auf das Schloß, und machte Ansprüche auf seinen