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18 (1851) Anna von Geierstein
Entstehung
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als die Gebräuche der Druiden auf den römischen Feldherrnder sagte:

»Ich spotte ihrer, aber sie flößen mir Ehrfurcht ein."

Was mag sie nur so verändert haben?" sagte Känn-chen;da sie auf Geierstein waren, sahen sie aus wie andereMädchen und Jünglinge; nur daß Anna sehr schön war; aberjetzt bewegen sie sich in so gemessener Weise, als eröffnetensie eine ernsthafte Menuette und behandeln sich mit so vielEhrerbietung, als wäre er der Landammann von Unterwal-den und sie die erste Frau von Bern. All das ist wohl sehrschön, aber es ist nicht die Weise, in der Marlin Sprengerseine Liebe zu erkennen gibt."

Die Umstände, in welchen sich die beiden jungen Leutebefanden, erinnerten sie offenbar an die stolze und etwas um-ständliche Artigkeit, an welche sie in früheren Tagen gewöhntworden sein mochten. Die Baronesse hielt für nöthig, denstrengsten Anstand zu beobachten, um die Zulassung Arthur'sin's Innere ihres Aufenthaltes zu rechtfertigen; er seinerseitsbemühte sich durch die tiefste Ehrerbietung zu zeigen, er seiunfähig, die Güte zu mißbraucken, mit der er behandelt wor-den war. Sie setzten sich zu Tische und hielten dabei sorg-fältig die Entfernung ein, die sich fürtugendhafte Herrnund Mädchen" ziemen mochte. Der junge Wilhelm versahden Dienst bei'm Mahl mit Gewandtheit und Höflichkeit,wie einer, der an solche Geschäfte gewöhnt ist; Hannchen setztesich zwischen die jungen Leute und suchte, sich so streng alsmöglich an die Gebräuche zu halten, die sie in Ausübungbringen sah, sie zeigte auch so viel Höflichkeit, als man vonder Dienerin einer Baronesse erwarten konnte. Indessen be-ging sie doch verschiedene Fehler und betrug sich im Allgemei-nen wie ein Windspiel an der Leine, das jeden Augenblick