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den Schutz derselben anrufet, so kann er ihn Euch nicht ver-weigern."
„Selbst in diesem Fall," erwiederte das Fräulein,„würde ich seine mehr als väterliche Zuneigung und seinegute Meinung verlieren. Aber es ist unnöthig, daß wir unsdabei aufhalten. Wisse, selbst wenn ich den jungen Mannhätte lieben können und ich will nicht läugnen, daß er soliebenswürdig ist als ihn deine Parteilichkeit malt, — wisse,"
— fie zauderte einen Augenblick, — „er hat mir nie einWort über den Gegenstand gesagt, den du beharrlich meinerUeberlegung aufdrängen willst, ohne weder seine noch meineGedanken zu kennen."
„Ist es möglich?" erwiederte Kännchen. „Ich dachte,—ich glaubte — obgleich ich nie in Euch drang, mir Euer Ver-trauen zu schenken — da Ihr so an einander hinget — miteinander schon früher gesprochen haben, wie ein aufrichtigesMädchen und ein aufrichtiger Bursche. Ich habe Unrechtgethan, während ich Alles auf's Beste zu machen meinte. —Zst's möglich! — man hat auch in unserem Kanton von sol-chen Sachen gehört — ist cs möglich, kann er so unsäglichniederträchtige Absichten gehegt haben, wie Martin von Brei-sach, welcher Adelen vom Sundgau den Hof machte und sieverführte — die Geschichte, obschon fast unglaublich, ist wahr
— aus dem Lande floh und sich seiner Schlechtigkeit rühmte,bis des Mädchens Vetter Raimund ihn dadurch für immerzum Schweigen brachte, daß er ihm mit einem Knüttel denSchädel in der Straße der Stadt einschlug, wo der Elendegeboren war? Bei der heiligen Mutter von Einsiedeln!könnte ich vermuthen, daß der Engländer auf solchen Verrathsinnt, so würde ich das Brett über den Graben durchsägen,daß das Gewicht einer Fliege zureichte, es zu zerbrechen. Sechs