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18 (1851) Anna von Geierstein
Entstehung
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Berge verlassen und der freien Lust, die man dort einathmet,entsagt habe, um mich in dieses Land der Gefängnisse undSklaven einsperren zu lassen, daß aber dabei ausgemacht wor-den ist, ich dürfe meine Meinung gegen Euch eben so freiaussprechen, als ich es zur Zeit that, da unsere Köpfe aufdemselben Kissen ruhten."

So sprich denn," sagte Anna, und wandte während siesich bereit machte zuzuhören, sorgfältig das Gesicht auf dieSeite;aber gib Acht, dass Lu nichts sagst, was ich nicht an-hören darf."

Ich werde reden, wie es natürlich und verständig ist;und wenn Eure edeln Ohren sich nicht dazu eignen, das an-zuhören, so liegt der Fehler an ihnen und nicht an meinerZunge. Seht Ihr, Jkr habt diesen Jüngling aus zwei gro-ssen Gefahren errettet, einmal bei dem Erdsturz auf Geier-stein und das anderemal erst heute, da sein Leben bedrohtwar. Er ist ein schöner, junger Mann, er spricht gut, kurzer hat Alles, was ihm die Gunst einer Dame erwerben kann.Ehe Ihr ihn gesehen, waren Euch die Schweizer-Jünglingewenigstens nicht verhaßt. Ihr tanztet mit ihnen, Ihr spieltetmit ihnen, Ihr wäret der Gegenstand der allgemeinenBewunderung, und wie Ihr wohl wißt, Ihr hättet imganzen Kanton wählen können. Ja, ich glaube, es wäre mitein wenig Drängen möglich gewesen, Euch zu dem Gedankenan eine Heirath mit Rudolph Dvnnerhügel zu bewegen."

Nie, Mädchen, niemals!" rief Anna.

Sprecht nicht so bestimmt, mein Fräulein. Hätte ersich zuerst dem Oheim empfohlen, so hätte er, nach meinereinfältigen Ansicht, in einem glücklichen Augenblick die Nichteheimgcführt. Aber seit wir diesen jungen Engländer kennengelernt, hat nicht viel gefehlt, daß Ihr alle jungen Leute