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18 (1851) Anna von Geierstein
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ich ihn in das Dorf schicken, und ihn von den Lanzknechtendes Rheingrafen umbringen lasten? Jedermann weiß, daßsie Alles für einen Fisch halten, was in ihre Netze geräth.Und wie sollte er durch ein Land gleich diesem kommen, dasvon herumziehenden Soldaten und Raubrittern wimmelt;(ich bitte das gnädige Fräulein um Verzeihung) und vonlandstreicherischen Italienern, die der Fahne des Herzogs vonBurgund nachlaufen. Nichts zu sagen von dem, was mehrals alles Andere und größeren Schrecken einflößt, und unterdieser oder jener Gestalt Jedem beständig vor Augen undGedanken steht."

Still, still, Hannchen! füge nicht vollständigen Wahnsinnzu dieser ungeheuer« Thorheit; wir wollen lieber an daSdenken, was wir zu thun haben. Um unsert- und um seinet-willen muß der unglückliche, junge Mann im Augenblick dasSchloß verlassen."

In diesem Fall müßt Ihr ihm Eure Botschaft selbstüberbringen, Anna von Geierstein, verzeiht, edle Baronesse; es mag sehr passend sein, für eine Dame von hohem Rang,solche Befehle abzuschicken und ich habe in den Liedern derMinnesänger ähnliche Beispiele kennen gelernt, aber gewißweiß ich, weder ich, noch ein anderes offenherziges Schweizer-mädchen würde ihn ausrichten. Keine Thorheit mehr: erin-nert Euch, daß Ihr zwar eine geborene Baronesse von Arn-heim, aber mitten in den Schweizerbergen ausgewachsen seidund Euch darum wie eine Dirne mit guten und ehrlichenAbsichten betragen müsset."

Und worin findet mich deine Weisheit, der Dummheitschuldig, Jungfer Hannchen?" versetzte die Baronesse.

In was? seht, wie Euer edles Blut sich in Euren Adernbewegt! Erinnert Euch edle Baronesse, daß ich unsere schönen