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„Wir sind," versetzte die Führerin, „vielleicht zu ver-traut mit der Ursache dieser Furcht, um stark von derselbenberührt zu werden — wir besitzen vielleicht besondere Mtttel,um dem entgegenzutreten, was Andere schreckt — vielleicht,und das ist nicht die unwahrscheinlichste Vermuthung, bleibt»ns eben kein anderer Zufluchtsort übrig. Und das scheintsür jetzt auch Euer Schicksal zu sein, Herr, denn die Sonnezieht Ihre Strahlen allmählig von den Spitzen der fernenBerge weg, und wenn Ihr nicht, wohl oder übel, in Arn-heim bleibet, so werdet Ihr wahrscheinlich manche Meile Wegsweit kein sicheres Quartier finden."
Als sie dies gesagt, entfernte sie sich von Arthur undschlug mit dem sie begleitenden Vogelsteller einen sehr steilenaber kurzen Fußsteig ein, der zum Schlosse in gerader Linieaufwärts führte. Zuvor aber deutete sie dem jungen Eng-länder an, er solle der Fahrstraße folgen, welche auf einemUmweg eben dahin leitete, und wenn gleich weniger gerade,doch bei weitem besser zu begehen war.
Bald stand er vor der Südseite des Arnheimer Schlosses.Es war das ein viel größeres Gebäude, als er sich nachRudolphs Beschreibung oder dem Anblick aus der Ferne vor-gestellt. Man hatte es zu verschiedenen Zeiten aufgebautund ein bedeutender Theil davon war weniger von strenggothischer als von sogenannter maurischer Bauart, in welchereine blühendere Einbildungskraft zu Tage tritt, als die, wel-cher man gewöhnlich im Norden folgt. Er war mit Mina-rcts, Kuppeln und anderen Verzierungen geschmückt, wieman sie an morgenländischen Bauwerken sieht. Das sonder-bare Schloß hatte im Allgemeinen ein einsames und traurigesAussehen; aber Rudolph war schlecht berichtet worden, alsman ihm gesagt, es liege in Trümmern; es war im Gegen-