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18 (1851) Anna von Geierstein
Entstehung
Seite
204
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reichen Sinne der Jugend, seinen Vater zu treffen, und wenner euch nicht alle Unruhe über ihre Trennung von einanderzu beseitigen vermochte, so hegte er doch die Zuvrrffcht, ihnwohlbehalten wieder zu finden. Nachdem er einige Erfrischun-gen zu sich genommen und seinem Pferde ein paar Augen-blicke Ruhe gegönnt Katts, machte er sich wieder auf denWeg und folgte ohne Zeitverlust der im Osten des großenFlusses hinziehenden Straße.

Er befand fich jetzt auf der anziehenden Seite des Rheins.An diese»! Gestade wird der Strom zurückgedrängt und ge-wissermaßen cingemauert von malerischen Felsen, welche baldeine reiche Decke von Pflanzen in den mannigfaltigen Farbendes Herbstes dartoten, bald mit Burgen geschmückt waren,die an den Thoren das stolze, freihcrrliche Wappen trugen,da waren Weiler zu schauen, in welchen der Reichthum desBodens dem armen Landmann die Nahrung schaffte, derenihn die drückende Hand seines Obern gänzlich zu beraubendrohte. Jeder Bach, der senie Gewässer dem Rheine zuführt,schlängelt sich durch ein eigenes, ihm steuerbares Thal undjedes dieser Thäler hat ein mannigfaltiges und besonderesAussehen. Einige sind mit Weiden, Kornfeldern und Wein-bergen bedeckt, andere von Felsen, Schluchten und sonstigenromantischen Schönhe ten durchschnitten.

Man hatte die Grundsätze des Geschmacks damals «ochnicht erklärt und zergliedert, wie es seither in Ländern gesche-hen ist, wo man Muße zu derartigen Untersuchungen gefun-den hat. Aber die Gefühle, welche die reiche Landschaft imRheinthale erweckte, mußten in allen Herzen dieselben seinzur Zeit, da es unser junger Engländer als einsamer Wande-rer unter Sorgen und Gefahren durchzog, so gut als zu der.