sie sich im Mittelpunkt des Gemachs, wo sie zuerst sich ge-zeigt und schienen sich gehörig zu ordnen. Eine große Mengeschwarzer Fackeln wurden nach und nach angezündet und derganze Schauplatz ward jetzt deutlich sichtbar. In der Mittedes Gemachs konnte Philipson nunmehr einen der Altärebemerken, wie man sie manchmal in alten unterirdischen Ka-pellen vorfindet. Wir muffen uns aber hier etwas aufhalten,um kürzlich nicht den Auftritt allein, sondern die Beschaffen-heit und Einrichtung dieses furchtbaren Gerichtshofs zu be-schreiben.
Hinter dem Altar, dem Mittelpunkt, auf Len sich AllerAugen richteten, waren in gleicher Linie zwei schwarz ausge-schlaaene Banke gestellt. Jede nahm eine gewisse AnzahlMänner ein, welchen ohne Zweifel die Geschäfte der Richteroblagen. Auf der vordersten Bank saßen weniger Leute, aberes sah aus, als wären sie von höherem Rang als die, welchedie vom Altar entfernteren Sitze einnahmen. Die ersten schie-nen lauter Leute von Bedeutung, Priester von hohem Rangin ibrem Orden, Ritter oder Edle; und trotz eines Anscheinsvon Gleichheit, der durch diese sonderbare 'Anstalt durchgeht,ward doch am meisten Gewicht auf ihre Ansichten und Zeug-nisse gelegt. Man nannte sie Freiritter, Grafen oder wie eseben ihre 'Ansprüche mit sich brachten; die untere Klaffe derRichter hieß freie und würdige Bürger. Obgleich ihre Ge-walt sich auf ein ausgedehntes Spivnirungssystem und dietyrannische Anwendung von Gewalt gründete, so ist doch zubemerken, daß man die Einführung der Nehme (des gewöhn-lichen Namens) so betrachtete, als verleihe sie dem Lande,in welchem sie aufgenommen wurde, ein Vorrecht. So selt-same Begriffe über die Verstärkung der öffentlichen Gesetzewaren damals gang und gäbe. Und Loch standen nur freie