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18 (1851) Anna von Geierstein
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Die Ihr Gut und Böses meßt nach Eurem Schwur,

Bringet Richtscheit, Winkelmaß herbei und Schnur.

Den Altar errichtet, zieht den Graben gut.

Netzet beide, Graben und Altar, mit Blut.

Ellen sechs von End' zu Ende sei der Bann,

Den der Richter grause Schreckenbank umspann'!

Sechs der Ellen auch von Seit' zu Seiten.

Sollen Richter und Beklagten scheiden.

Gegen Morgen sei's Gericht mit seinen Gliedern,

Gegen Abend soll der Angeklagte zittern.

Redet Brüder, all' und einer, saget frei.

Ob nach Brauch und Recht verfahren worden sei.

Ein dumpfer Chor schien auf diese Frage Antwort zugeben. Viele Stimmen vereinigten sich darin, sowohl vonLeuten, die bereits in den unterirdischen Gewölben waren,als von anderen, die noch außen in den verschiedenen mitdemselben in Verbindung stehenden Gängen sich aufhielten.Pyilipson konnte daher jetzt auf eine sehr beträchtliche Anzahlvon Menschen schließen. Die Antwort wurde ebenfalls abge-sungen und lautete ungefähr wie folgt:

Bei Leib und Seele, bei Blut und Gebeinen,

Einer für Alle und Alle für Einen,

Wir bezeugen, daß Alles im Reinen.

Die ersten Stimmen ließen sich jetzt wieder hören,

Wie steht die Nacht, blickt MorgenscheinIn frühen Strahlen auf dem Rhein?

Und welcher Ton schwimmt auf ihm her.

Ist es der muntern Wogel ecr.

Das auf den trägen Morgen schmäht?

Ihr Brüder, gehe! hin und sehtBon Bergeshöh'n Euch um und sagtMir treu, wie weit es in der Nacht?