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18 (1851) Anna von Geierstein
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wurden geweckt, die Würsler gaben ihr Spiel auf, die Müßig-gänger und Politiker brachen ibre weisen Verhandlungen ab,uni ibren Platz an dem Abendmahlskisch zu besetzen und ihreRolle bei der anziehenden Feierlichkeit zu spielen, welche vorsich gehen zu wollen schien. Aber zwischen Mund und Kel-chesrand ist 'ns weite Kluft gespam t, und manchmal nichtweniger zwischen dem Tischdecken und Aufträgen. Die Gästesaßen in Ordnung, jeder mit blankem Messer, und bedrohtenschon die Lebensmittel, welche noch unter der Hand des Kochsherumgingen Sie hatten, der eine mit viel, Verändere mitwenig Geduld, eine volle halbe Stunde gewartet, als zuletztder alte vorerwähnte Kellner mit einem Krug Moselweinhereinkam. Dieser war aber so leicht und von so scharfemGeschmack, daß Philipson seinen Becher niedersetzte und ihmjeder Zahn im Mund knirschte, nachdem er nur ein kleinwenig davon verschluckte. Der Wirth, Johann Mengs, hatteeinen etwas erhöhten Sitz oben am Tische eingenommen; evgewahrte dieses Zeichen von Ungehorsam und unterließ nichtses zu ahnden.

Der Wein schmeckt Euch, scheint's, nicht mein Herr?"sagte er zu dem englichen Kaufmann.

Als Wein nicht," antwortete Philipson;aber wennich Etwas bemerken könnte, was eines solchen Zugriffes be-dürfte, so hätte ich selten besseren Essig gefunden."

Dieser Scherz wurde zwar ganz ruhig und gelassen vor-gebracht, schien aber den Herbergsvater in Wuth zu ver-setzen.

Was seid Ihr," schrie er,für ein fremder Haussier,daß Ihr Euch untersteht, meinen Wein zu tadeln, der vonso vielen Prinzen, Herzogen, regierenden Fürsten, Rhein-grafen, Grafen, Freiherrn und Reichsrittern gelobt worden

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