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18 (1851) Anna von Geierstein
Entstehung
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So unumschränkt, als der Herzog von Burgund," ant-wortete der Mönch,Nach zehn Uhr kein Zutritt dassn»t eine andere Herberge, wird, sobald die Glocke geschla-gen und die Nachtwächter ihre Runde begonnen baben, einunumstößliches Ausickließungsgcbot. Wer draußen ist, bleibtdraußen; w r innen ist, muß eben so bleiben bis bei Tages-anbruch die Tbore aufgehen. Bis dahin ist das Haus sästeine belagerte Feste, Johann Mengs ihr Befehlshaber."

Und wir seine Gefangenen, guter Vater," sagte Philip-son;nun, ich bin zufrieden; ein kluger Reifender unterwirftsich der Gewalt der Vvlksführer. wenn er unterwegs ist, undich hoffe, ein wohlgenährter, feister Potentat, wie JohannMengs, wird so milde sein, als seine Stelle und Würde eSzulassen."

Während sie sich so unterhielten, hatte der bejahrte Kell-ner mit manchem müden Blick und vielen Seufzern gewisseBretter hervvrgezogen, mit welchen ein in der Mitte derStube stehender Tisch so vergrößert werden konnte, daß erdie eben anwesende Gesellschaft aufzunehmen vermochte. Erbedeckte ihn mit einem Tuch, das sich weder durch außeror-dentliche Reinlichkeit nach Feinheit des Gewebes auszeichnete.AlS der Tisch für die Gästezahl groß genug war, wurdenTeller und Löffel von Holz nebst einem Trinkglas vor diePlätze gestellt, denn man versah sich, daß Jeder für die an-deren Bedürfnisse des Tisches sich seines eigenen Messersbedienen würde. Gabeln kamen erst in viel späterer Zeit inAufnahme; alle Europäer machten damals Gebrauch von ih-ren Fingern, um ihre Bissen auszuwählen und sie in denMund zu befördern, wie die heutigen Asiaten.

Kaum war der Tisch gedeckt, so beeilten sich die hung-rigen Gaste, ihre Sitze daran einznnehmen. Die Schläfer