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18 (1851) Anna von Geierstein
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ten sich zwei oder drei Menschen damit, ihre Pferde anzubin-den, zu striegeln und mit Futter zu versorgen.

Das Letztere wurde von dem Hausknecht verabreicht, einemsehr alten lahmen Manne, der weder den Wischer noch denStriegel in die Hand nahm, sondern da saß und das Heupfundweise abwog. Den Haber, schien es, zählte er Korn fürKorn heraus, so eifrig lag er seinem Geschäfte mit Hilfeeines schwachen Lichtes ob, Las in einer Hornlaterne steckte.Nicht einmal den Kopf drehte er bei dem Geräusch herum,welches der Engländer machte, als er mit seinen zwei Pferdeneintrat; noch weniger zeigte er Lust, im Geringsten sich störenzu lassen, oder dem Fremden den mindesten Beistand zuleisten.

In Bezug auf Reinlichkeit glich der Stall dieses elsäffi-schen Dorfes ziemlich dem des Augias und es wäre eine desHerkules würdige That gewesen, ihn in einen solchen Standvon Sauberkeit zu bringen, daß er in den Augen des pünkt-lichen Engländers anständig und für die Nase desselben er-träglich geworden wäre. Dies war aber etwas, was Philipsonweit mehr anwiderte als seine Begleiter, die es insbesondereanging. Sie, die zwei Rosse nämlich, schienen vollkommenzu begreifen, es sei die Regel des Orts,wer zuerst kommt,malt zuerst," und eilten, die leeren Plätze einzunehmen, welcheihnen zunächst standen. Hierin sah sich aber wenigstens einesvon ihnen getäuscht, denn es wurde von einem Knechte miteinem Ruthenhieb über den Kopf empfangen.

Das nimm dafür," sagte der Bursche,daß du dich inden Platz eindrängst, der für die Pferde des Freiherrn vonRandelsheim aufbehallen ist."

Niemals im Laufe seines Lebens hatte der englische Kauf-mann mehr Mühe gehabt, über sich Herr zu bleiben, als in