sollst nicht erfahren, daß du mit einem Manne zusammenbist, dessen Geheimniß noch weit wichtiger ist, als das deinesein kann."
Endlich that der Priester einen annähernden Schritt zueinem Gespräch, indem er auf die Gränzen anspielte, welchesie durch gegenseitiges Emverständniß ihrem Verkehr gestecktzu haben schienen.
„Wir reisen also," sagte er, „wie zwei mächtige Zau-berer, von denen jeder sich seiner eigenen hohen uud gehei-men Absicht bewußt ist; jeder sitzt in seinem eigenen Wolken-wagen und theilt seinem Gefährten weder Richtung nochZweck seiner Fahrt mit."
„Entschuldigt mich, Vater," antwortete Philipson; „ichhabe weder nach Euerm Vorhaben gefragt, noch mein eigenesverborgene, so viel es Euch angeht. Ich wiederhole, daßich zu dem Herzog von Burgund muß und dort will ich, wiejeder andere Handelsmann, meine Maaren mit Vortheil los-schlagen."
„Es kömmt einem allerdings so vor," fuhr der schwarzeMönch fort, „wenn man die außerordentliche Aufmerksamkeitauf Eure Maaren bedenkt, die Ihr kaum vor einer halbenStunde an den Tag gelegt, so Ihr nicht wußtet, ob EureBallen mit Eurem Sohne über den Fluß geführt, oder unterEurer eigenen Obhut zurückgeblieben waren. Sind die eng-lischen Kaufleute gewöhnlich so gleichgültig gegen ihre Han-delsquellen ? "
„Wenn ihr Leben in Gefahr schwebt," erwiderte Philip-svn, „so sind sie manchmal unbekümmert um ihr Vermögen."
„Natürlich," versetzte der Priester uud fing sein einsamesSinnen wieder an, bis eine weitere halbe Stunde sie in einDorf brachte. Dies, erklärte der schwarze Mönch Philipson,