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18 (1851) Anna von Geierstein
Entstehung
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Sklaven und Leibeigenen nach Gutdünken hinrichten lassen,aber auf meinem Leben liegt ein Zauber, den seine Machtnickt durchdringen kann. Laßt mich aber die Frage zurück-geben. Ihr, Herr Engländer, der Ihr die Eigenschaftendes Herzogs so genau kennt, Ihr, der Ihr vor Kurzemerst der Gast und Reisegefährte der unwillkommensten Besu-cher gewesen, die ihm jemals gemacht Ihr, der Ihr, schein-bar wenigstens, in den Aufruhr zu La Ferette verwickelt seid was für eine Aussicht habt Ihr, seiner Rache zu entge-hen? warum wollt Ihr Euch muthwillig in seine Gewalt be-geben?"

Würdiger Vater," versetzte der Kaufmann,laßtjedenvon uns, ohne Beleidigung für den andern, sein Geheimnißbewahren. Ich besitze zwar keinen Zauber, um mich vor desHerzogs Zorn zu schützen ich habe Glieder die man folternund gefangen setzen kann, und mein Eigcnthum kann wegge-nvmmen und eingezogen werden. Aber ich habe in früherenTagen mancherlei Verkehr mit dem Herzog gehabt; ich darfsogar sagen, ich habe ihm Verpflichtungen auferlegt und hoffedeßhalb, mein Einfluß auf ihn werde hinreichen, nicht alleinum mich vor den Folgen der heutigen Vorfälle zu schützen,sondern auch um meinem Freunde, dem Landammann, einigenNutzen zu bringen."

Aber wenn Ihr wirklich als Kaufmann an den Hof vonBurgund müßt," sagte der Priester,wo sind denn dieMaaren, mit denen Ihr handelt? Habt Ihr sonst keine alsdie Ihr auf dem Leibe traget? Ich habe von einem Saum-roß mit Gepäck gehört. Hat Euch jener Schurke solches ab-gcnommen?"

Das war eine verfängliche Frage für Philipson. Beküm-mert über die Trennung von seinem Sohn, hatte er keine