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18 (1851) Anna von Geierstein
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So beliebt es Euren Ehren zu sage»," versetzte derPilger iaber Ihr selbst könnt aus meiner guten Gesellschaftnoch etwas mehr Nutzen ziehen, als die bloße Kenntniß derStraße, auf der Ihr zu reisen vorhabt, Ich kann EuernWeg erbaulicher machen durch Legenden von den gepriesenenHeiligen, deren Reliquien ich besucht Habs, und angenehmdurch die Erzählung der wunderbaren Dinge, vie ich aufmeiner Reise gesehen und gehört. Jcb kann Euch Gelegen-heit verschaffen. Euch mit dem Ablaß Seiner Heiligkeit nichtblos für Sünden, die Ihr schon begangen, zu versorgen,sonkern auch mit einem, der Euch auch Verzeihung für künf-tige Febltritte zugesteht."

Diese Dinge sind zweifelsohne sehr schätzbar," erwie-Lerte der Kaufmann;aber, guter Bartholomä, wenn ichvon »'neu zu sprechen wünsche, so wende ich mich an meinenBeichtvater, dem ich die Sorge für mein Gewissen in gehö-riger Art übergeben habe und der also wohlbekannt mit demZustand meines Innern und am beste» daran gewöhnt seinmuß, rorzu chreiben, was der einzelne Fall nöthig macht."

Dessenungeachtet," sagte Bartbolomä,halte ich EuerGestrengen für einen zu frommen Mann, für einen zu gutenKalvoliken, als daß Ihr an einem heiligen Orte vorüber-ginget. ohne Euch Weihe für die Erlangung eines Antheilsan den Wohtthaten desselben zu geben. Denn ein solcherOrt vermittelt die Austheilung jener Gnadengaben an die,welche sie zu verdienen geneigt und willig sind. Da sich alleMenschen, von waS immer für einem Gewerbe ober Staudesie sein mögen, besonders an den Heiligen halten, der ihreigenes Geschäft beschützt, so hoffe ich, Ihr werdet als Kauf-mann nicht an der Kapelle Unserer lieben Frau zur Fährevorubergehen, ohne ei» paffendes Gebet zu verrichten."