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Hätte einer der Reisenden Lust gehabt, Unterhaltung ansder Gegend zu ziehen, durch welche ihr Weg sie führte, sowar die Nachbarschaft des Rheines wohl geeignet, sie zu lie-fern, Das linke Ufer dieses prachtvollen Stromes ist zwarziemlich flach und einförmig und die Gebirge im Elsaß, diesich an ihm hinziehcn, treten nicht so nabe heran, um derebenen Thaloberfläche, welche sie von seinen Gestaden sondert,viel Abwechslung zu verleihen. Aber der breite Fluß selbst,der mit reißender Schnelle dahineilt und die kleinen Eilandeumrauscht, welche seinen Lauf unterbrechen, bietet eines dererhabensten Schauspiele in der Natur. Das rechte Ufer mitseinen waltbedeckten Anhöhen und dazwischen liegenden Thä-lern bildet den wohlbekannten Sl'warzwald, an welchen derAberglaube so viele Schrecknisse und die Leichtgläubigkeit soverschiedene Legenden knüpft. Er besaß indessen damals wirk-liche Schrecknisse. Die alten Burgen, die man von Zeit zuZeit an den Ufern des FlnsseS selbst, oder an den Schluchtenund großen Bächen erblickt, welche sich i» denselben ergießen,waren damals keine malerischen Ruinen; sie zogen noch nichtdurch die Geschichten an, die man sich von ihren früheren Be-wohnern erzählt; sondern sie bildeten die wirklich vorhandenenund scheinbar uneinnehmbaren Festen der Raubritterschaft,deren wir schon häufig erwähnt, und von denen wir so vieleaufregende Erzählungen bekommen haben, seit der Schrift-steller Göthe geboren wurde, um den schlummernden Ruhmseines Vaterlandes zu wecken, und seit er die Geschichte desGötz von Berlichingen in ein Schauspiel gebracht hat. Mankannte jedoch die mit der Nackbarschaft dieser Burgen ver-bundene Gefahr nur auf der deutscken Seite des Rbeins;denn die Breite und Tiefe dieses herrlichen Stromes hielt dieBewohner desselben ab, in Elsaß zu gehen. Das rechte Rhein-