Druckschrift 
18 (1851) Anna von Geierstein
Entstehung
Seite
118
Einzelbild herunterladen
 

sendet, die Ihr ihm über diesen wichtigsten Theil der Sachevvrznlegen habt."

Der Antrag des Kaufmanns brachte eine sichtliche Verle-genheit auf de» Gesichtern der Schweizer hervor und zau-dernd und stockend redete ihn Arnold Biedermann, nachdemer ihn beiseite geführt, also an: ,, Mein guter Freund, Ge-heimuisie sind im gewöhnlichen Leben die häßlichen Nebel,welche die schönsten Züge der Natur verunstalten; wir stoßenmanchmal auf solche, wenn wir sie am weitesten wegwünfchen,und uns am meisten daranliegt, klar und deutlich zu sehen.Ihr habt gesehen, auf welche Art Hagenbach bas Leben ver-lor wir werden dafür sorgen, daß der Herzog die Gewaltkennen lernt, welche diese Strafe verhängt hat. Das istAlles, was ich Euch für den Augenblick hierüber sage» kannund laßt mich hinzufügen, daß Ihr Unannehmlichkeiten destoeher entgehet, je weniger Ihr davon sprechet."

Weither Landammann," antwortete der Engländer,auch ich hasse meiner Natur und den Gewohnheiten meinesVaterlandes zufolge alle Geheimnisse. Aber mein Vertrauenauf Eure Redlichkeit und Ehre steht so fest, daß ich mich indiesen dunkel» und versteckten Angelegenheiten von Euch sogut leiten lasse» will, als in den Nebeln und Abgründe»Eures Geburtslandes. In jedem Fall bin ich zufrieden undsetze unbcschräntes Vertrauen in Eure Klugheit. Blos empfehleich Euch, Karl'» schnell, klar und offen Eure Erklärung ab-zugeben. Habt ihr dies gethan, so hege ich das Vertraue»,ich werde meinen unbedeutenden Einfluß auf den Herzog eini-germaßen zu Euren Gunsten geltend machen können Undhiermit trenne» wir uns also, jedoch, wie ich hoffe, um baldwieder zusammenzukreffen."

Der ältere Philipson begab sich nunmehr zu seinem Sohne