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18 (1851) Anna von Geierstein
Entstehung
Seite
117
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Dieser Vorschlag sank aber förmlichen Widerstand vonSeiten desjenigen Mitgliedes der Gesellschaft, welches bisdaher am gefügigsten und ein nachgiebiges Echo von demgewesen war, was der Landammann wollte. Bei dieser Ge-legenheit legte nämlich Nikolaus Bonstetten trotz dem, daßArnold Biedermann den Rath Philipson's für vortrefflich er-klärte, unbedingten und unüberwindlichen Widerspruch ein.Er hatte es bisher unter allen Umstanden seinen eigenenFüßen überlassen, ihn von Ort zu Ork zu schaffen und konntedurchaus nicht beredet werden, sich der Willkür eines Pferdeshinzugeben. Da er hartnäckig dabei stehen blieb, so wurdeam Ende beschlossen, daß die zwei Engländer ihre Reise sogut als möglich beeilen und daß der ältere von ihnen demHerzog so weit Bericht von der Einnahme La Ferette's gebensobre, als er sie selbst mit angesehen. Die Einzelnheitenüber den Tod Hagenbach's, versicherte ihn der Landammann,werden an den Herzog durch eine vertraute Person geschicktwerden, deren Zeugniß darüber nicbt bezweifelt werden könnte.

Dieser Ausweg ward ergriffen, da Philipson nochmalssein Vertrauen auf Erlangung eines baldigen und geheimenGehörs bei Seiner Gnad n von Burgund aussprach

Auf meine beste Vermittlung,' sagte er,dürft Ihr zäh-len; uns Niemand kann von der unbändigen Grausamkeitund Raubgier Hagenbach's besseres Zeugniß geben, als ich,der ich beinahe ein Opfer derselben geworden wäre. Jedochvon seinem Prozeß und seiner Hinrichtung kann und will ichnichts sagen. Da aber Herzog Karl sicherlich fragen wird,warum ein solches Urtheil ohne Berufung an seinen eigenenGerichtshof vollzogen worden ist, so wird eS gut sein, wennIhr mir solche Tbatsachen angebet, die ihr genau kennt, oderwenn Ihr wenigstens so schnell als möglich die Beweise ab-